Das Analysehaus für bestehende Lebensversicherungspolicen Partner in Life S.A. (PiL) hat ein Update seiner Transparenzanalyse aus dem vergangenen Herbst erstellt. Wie das Unternehmen mitteilte, haben sich Lebensversicherungsgesellschaften wie die Neue Leben (+21,5 Prozent), Targo (+18,5 Prozent), Ergo/Viktoria (+17,8 Prozent), Alte Leipziger (+14,5 Prozent) und LVM (+9,9 Prozent) stark verbessert und liegen mit ihren Transparenzscores jetzt im Mittelfeld. „Wir sehen, dass mit Inkrafttreten des neuen § 155 VVG ab Juli 2018 neue Kennzahlen in die Wertmitteilungen Eingang gefunden habe, die es den Versicherten erlauben, die Wertentwicklung ihrer Policen besser einschätzen zu können“, sagt Dean Goff, Vorstand der PiL. „Einige Versicherer hatten signalisiert, dass die Umstellung der Wertmitteilungen bis Herbst noch nicht abgeschlossen gewesen war. Die Verbesserungen sehen wir jetzt im Update.“

Die Neue Leben hat dabei mit fast 22 Prozent den größten Sprung nach vorne gemacht. Das liegt daran, dass beispielsweise das erreichte Überschussguthaben nun auch klar als „garantiert“ gekennzeichnet wird. Die neuen Standmitteilungen erhalten auch deutlich differenziertere Angaben zur Sockelbeteiligung an den Bewertungsreserven, so die Autoren der Studie. Auch die Wertmitteilungen der anderen fünf Gesellschaften enthalten jetzt weitere Details zu Ablaufleistung und/oder Rückkaufswert, wie Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven oder Schlussüberschussanteile. Die Überprüfung der HUK Coburg und der Allianz bestätigen hingegen die Ergebnisse aus dem Herbst 2018, hier bleibt noch Potenzial für mehr Transparenz. Nach wie vor Spitzenreiter mit einem Transparenzscore von fast 80 Prozent sind die SV Sparkassen-Versicherung und die Provinzial NordWest. Insgesamt hat inzwischen die Hälfte der untersuchten Gesellschaften einen Transparenzscore oberhalb der 50 Prozent. Es bleibt aber bei allen Versicherern noch Potenzial nach oben.

Die Pflicht zur jährlichen Unterrichtung des Versicherungsnehmers dient dem Zweck, diesem während der sehr langen Laufzeit des Versicherungsvertrages Klarheit über die Entwicklung seiner Ansprüche zu verschaffen. Als Ansprüche kommen insoweit aber neben der Erlebens- bzw. Todesfallleistung auch der Anspruch auf einen Rückkaufswert oder der Anspruch auf eine beitragsfreie Versicherung in Betracht. Durch die Ausweisung nur eines kleinen Teils der variablen Anteile, etwa der Sockel- oder Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven (BWR), wird es dem Versicherungsnehmer aber unmöglich gemacht, sich insbesondere im Hinblick auf einen möglichen Rückkauf des Vertrages über den voraussichtlichen Stand seines Anspruchs ausreichend Klarheit zu verschaffen.

PiL identifiziert bei der Policenanalyse variable (reduzierbare) Anteile am Rückkaufswert in Höhe von bis zu 11 Prozent (zur Ablaufleistung sogar über 15 Prozent). Das macht deutlich, wie wichtig für den Verbraucher die Information ist, dass solch hohe Anteile am Guthaben wegfallen können. Dies entspricht dem Verlust der Wertentwicklung aus den Garantiezinsen von drei bis fünf Jahren (je nach Rechnungszins).

Die hauseigene Studie zur Transparenz, die jedes Jahr im Herbst erscheint, besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil analysierte PiL Wertmitteilungen auf insgesamt 41 Kennzahlen von 38 Gesellschaften, die einen Marktanteil von über 90 Prozent repräsentieren. Hierbei hat sich das Analysehaus ausschließlich auf die sogenannten Jahresstandmitteilungen konzentriert – also jene Mitteilungen, welche die Gesellschaften ohne Aufforderung jährlich an ihre Kunden versenden. Die Konzentration auf diese maschinellen Mitteilungen ist wichtig, um zu einer geeigneten und vergleichbaren Aussage hinsichtlich der Umsetzung der Anforderungen des Gesetzgebers und der Aufsicht zu gelangen. Dieses Ergebnis kann als Gesamt-Transparenz verstanden werden. Im zweiten Teil untersuchte PiL weit über 3.000 Wertmitteilungen von 71 Versicherungsgesellschaften, die zusammen einen Marktanteil von knapp 99 Prozent repräsentieren. Hier wurden die Wertmitteilungen auf sechs Kennziffern hin überprüft, die Aussagen zu den variablen Anteilen im Rückkaufswert und der garantierten Ablaufleistung geben. Das Ergebnis hierzu gibt Auskunft, wie klar die Gesellschaften zum aktuellen und zukünftigen Guthaben aus den Verträgen informieren. Hierbei wurden auch die Antworten auf individuelle Anfragen zu den Verträgen durch die Versicherungs-Analysten untersucht.

Über Partner in Life S.A.:
Partner in Life S.A. (PiL) wurde 2001 in Luxemburg gegründet und ist damit das am längsten am Zweitmarkt für Lebensversicherungen aktive Unternehmen. Seither analysiert, kauft, verkauft und verwaltet das Unternehmen kapitalbildende Lebens- und Rentenversicherungen und ist seit dem Jahr 2015 Marktführer im Bereich Ankauf und Policenbewertung. PiL bietet dabei mit diversen Produkten und Dienstleistungen rund um den Zweitmarkt individuelle und verlässliche Lösungen und stellt seine Erfahrung zu bestehenden Kapitalversicherungen aus Deutschland in den Dienst von Versicherten, die Empfehlungen oder Geld zu ihren Policen suchen.
Daneben ist Partner in Life Ansprechpartner für Kunden, die eine qualifizierte Bewertung der Policen benötigen. PiL hat seit Gründung mehrere zehntausend Versicherungspolicen mit einem Rückkaufswertvolumen von mehreren Milliarden Euro bewertet, verwaltet und/oder gekauft!
Als Mitglied im Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) setzt das Unternehmen hohen Qualitätsmerkmale für den Ankaufs von Gebrauchtpolicen mit dem Erhalt eines Risikoschutzes und der Möglichkeit des Rückerwerbs der eigenen Police auch nach vielen Jahren.

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