München, 05. März 2018 Auf dem deutschen Zweitmarkt für Lebensversicherungen wurden wieder mehr Policen angekauft. Das Ankaufsvolumen 2018 liegt mit 275 Mio. Euro um 10 Mio. Euro über dem des Vorjahres und somit wieder auf dem Niveau von 2016. „Dieses Volumen entspricht zwar noch immer nicht den Erwartungen unserer Verbandsmitglieder, doch es zeigt eine Stabilisierung des Marktes“, sagt Ingo Wichelhaus BVZL Vorstand National. „Die große Herausforderung ist es nach wie vor, die Versicherten, die über eine vorzeitige Aufgabe ihrer Lebensversicherung nachdenken, über die Möglichkeiten am Zweitmarkt aufzuklären. Eine aktuelle infas quo-Umfrage eines BVZL-Mitglieds hat ja gerade wieder gezeigt, dass nur rund 50 Prozent der Lebensversicherten von der Alternative des Verkaufs wissen. Es ist nach wie vor so, dass unsere Mitgliedsunternehmen wesentlich mehr Policen ankaufen würden. Doch die Nachfrage ist aufgrund der weiterhin nicht zufriedenstellenden Bekanntheit des Zweitmarktes höher als das Angebot.“ Versicherungsnehmer, die ihre Policen beim Versicherer stornieren, statt auf dem Zweitmarkt zu verkaufen, verlieren 3-5% ihres Rückkaufswertes, den sie im Falle eines Verkaufes erhalten können.

Überschüsse sinken nicht mehr, Stornovolumen dennoch hoch
Erfreuliche Neuigkeiten gibt es von der Rating Agentur Assekurata, die in 2019 erstmals wieder auf breiter Linie stabile Überschussdeklarationen sieht. Der BVZL begrüßt dieses sich abzeichnende Ende der Zinstalfahrt bei Lebensversicherungen als starkes Zeichen, dass die Lebensversicherung auch in schlechten Zeiten noch gute Ergebnisse liefern kann und auch für Investoren ein interessantes Asset ist“, so Wichelhaus. Und gerade vor diesem Hintergrund erscheint es unverständlich, dass immer noch Policen mit einem Volumen im zweistelligen Milliardenbereich, vorzeitig beendet werden. Die Gründe für eine vorzeitige Aufgabe der Police sind u.a. die gesunkene Rendite (31% ), der Wunsch nach einer besseren Geldanlage (30%) und das Tilgen von Schulden (28). Es ist also nach wie vor dringend notwendig, Aufklärungsarbeit zu leisten, damit die Versicherten die bessere Alternative zum Storno nutzen können.“

Der BVZL: Die im Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) e. V. zusammengeschlossenen Unternehmen und Dienstleister engagieren sich weltweit in Lebensversicherungszweitmärkten. Der Verband mit seinen derzeit 29 Mitgliedern fungiert seit seiner Gründung im Mai 2004 als eine einheitliche Interessenvertretung in wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Fragen. Der BVZL steht im ständigen Dialog mit Politik, Meinungsbildnern, Öffentlichkeit und anderen Interessengruppen, um die dynamische Entwicklung der Branche aktiv zu unterstützen. Ein wichtiges Anliegen ist es, Branchen-Standards im Hinblick auf Transparenz und Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Anlagesegmente (britische, deutsche und US-amerikanische Lebensversicherungen) zu installieren und somit die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Investment in diese differenziert zu betrachtenden Asset-Klassen stetig zu verbessern.

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